Freitag, 15 Mai 2020

So wird Kennzeichenmissbrauch nachweisbar

Im hektischen Tagesgeschäft der Kfz-Zulassungsbehörden fällt Kennzeichenmissbrauch nicht auf? Weit gefehlt! Erst vor kurzem berichtete uns ein Anwender, wie mithilfe des Moduls AKZ-DSN-Erkennung ein voraussichtlicher Missbrauch bei einer Kfz-Abmeldung bemerkt wurde.

Ein Halter erhielt bei der Außerbetriebsetzung seines Fahrzeuges über das Internet eine Fehlermeldung und musste zwangsläufig in die Zulassungsbehörde. Dort legte er die bereits entsiegelten Schilder sowie Sicherheitscodes vor. Der Sachbearbeiter stellte allerdings über die Druckstücknummern fest, dass diese nicht zu den vorgelegten Schildern passten. Offenbar wurden die Sicherheitscodes aus einer vorangegangenen Abmeldung desselben Fahrzeugs verwendet.

Auch konnte der Sachbearbeiter mithilfe der in der elektronischen Akte (eAKTE) hinterlegten Kennzeichenfotos nachweisen, dass sich die vorgelegten Schilder von den Schildern der letzten Zulassung unterschieden. Die Archivfotos zeigten deutliche Kratzer und weitere optische Merkmale auf, die die aktuell vorgelegten Schilder nicht aufwiesen.

Der Antragsteller gab sich ahnungslos und wollte den Sachverhalt prüfen. Die Zulassungsbehörde geht davon aus, dass demnächst die Schilder mit den korrekten Plaketten vorgelegt werden. Ob dies ein absichtlicher Versuch des Kennzeichenmissbrauchs war oder ein Versehen, wird man wohl nicht erfahren. Das Wichtigste für die Zulassungsbehörde ist: Die Abweichung konnte festgestellt und belegt werden.

Die Kennzeichen inklusive aufgeklebter Plaketten wurden über das Modul AKZ-DSN-Erkennung mit einem Objektscanner erfasst. Dabei werden alle Daten zum entsprechenden Kennzeichen in IKOL-KFZ gespeichert und in die eAKTE abgelegt. Ein optischer Nachweis über das ausgegebene Kennzeichenschild ist somit jederzeit möglich.

Sie interessieren sich für die AKZ-DSN-Erkennung? Dann senden Sie uns eine E-Mail an: info@telecomputer.de. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.